Aktaion

Aktaion (auch: Aktäon, griech. Heros) ist in der griechischen Mythologie der Sohn des Aristaios und der Autonoë. Er wurde von dem Zentauren Cheiron erzogen, der ihn besonders in der Kunst der Jagd unterrichtete.

Die Legende besagt, dass Aktaion beim Jagen in einem Tal bei Platää die Göttin Artemis traf, die mit ihren Nymphen im parthenischen Quell badete. Er wurde entdeckt, als er sie beobachtete, und von der Göttin mit dem Wasser der Quelle bespritzt, worauf Aktaion in einen Hirsch verwandelt, von seinen eigenen Hunden gejagt und auf dem Berg Kithäron zerrissen wurde. Heulend suchten die Hunde dann ihren Herrn im ganzen Land und wurden erst in Cheirons Höhle, wo sie sein Bild sahen, beschwichtigt.

Nach Apollodor wurde er bestraft weil er sich für Semele interessierte.

Aktaion mit seine Hunden

Man verehrte ihn in Böotien mit heroischen Opfern und erflehte von ihm Schutz gegen die verderblichen Wirkungen der ausdörrenden Sonnenglut. Wahrscheinlich war er selbst die Versinnbildlichung der unter der drückenden Sonnenhitze hinwelkenden Natur. Die bildende Kunst alter und neuer Zeit hat die Geschichte seiner Verwandlung und seines Todes mit einer gewissen Vorliebe behandelt. Ein berühmtes Beispiel ist Rembrandts 1634 fertiggestelltes Gemälde Das Bad der Diana mit Aktäon und Kallisto. Eine kleine (1774 gefundene) antike Marmorgruppe enthält das Britische Museum in London (vgl. Abbildung oben).

Volutenkrater, Aktaion, Louvre CA3482, Maler der Zottigen Silene

Gemälde:

Diana und Aktaion A. Schiavone (gest.1563), Oxford.

Aktaion überrascht Diana beim Bade, Tizian, 1559, London, Bridgewater Gallery.

Diana und A., J. Heinz d. Ä. (1564-1609), Wien, Kunsthist. Museum.

Diana und A., A. Caracci (1560-1609), London, Sammlung Jarrer.

Diana und A., H.Rottenhammer,1602, München, Pinakothek

Diana und A., Hendrik van Balen (1575-1632), früher Dresden, Gemäldegal.

Diana und A., Rembrandt, 1635, Anholt, Sohloß des Fürsten Salm-Salm

Diana und A., L. Silvestre d. J.(1675-1760), früher Dresden, Schloß.

Diana und A., Tiepolo (1696-1770), Venedig, Akademie.

Aktaion, Ducal Palast , Venedig

Oper

Actéon, F. Auber, 1836

Literatur

Had I the power that some say Dian had,
Thy temples should be planted presently
With horns, as was Actaeon's; and the hounds
Should drive upon thy new-transformed limbs,
Unmannerly intruder as thou art!
Shakespeare , Titus Andronicus 2.3.61

ὁρᾷς τὸν Ἀκτέωνος ἄθλιον μόρον,
ὃν ὠμόσιτοι σκύλακες ἃς ἐθρέψατο
διεσπάσαντο, κρείσσον' ἐν κυναγίαις
Ἀρτέμιδος εἶναι κομπάσαντ', ἐν ὀργάσιν.

Euripides, Die Backhen

In Ovids „Metamorphosen“ werden die Namen seiner Hunde folgermaßen wiedergegeben: Aello, Agre, Agriodus, Alce, Astolus, Conace, Dorceus, Dromas, Harpalos, Harpyia, Hylactor, Hyläus, Ichnobates, Labros, Lachne, Lacon, Ladon, Laelaps, Leucon, Lysice, Malampus, Melanchaetes, Melaneus, Nape, Nebrophonus, Oresitrophus, Oribasus, Pamphagus, Poemenis, Pterelas, Stilbe, Theridamas, Theron, Thous, Tigris.

Quellen

Ovid , Metamorphosen , Reclam, Ditzingen 1994 , ISBN: 3150013607

Weblinks



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Lexikon der Griechischen Mythologie

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